„Studenten überraschen mich immer wieder“: Interview mit Prof. Piotr Garncarek

Interview mit Prof. Piotr Garncarek

Heute hatte ich die Gelegenheit, mit unserem sehr angenehmen und charmanten Professor ein Interview zu führen. Obwohl das Wetter schlecht war, hat unser Gast alle Fragen humorvoll beantwortet.

P.S.: Stellen Sie sich bitte kurz vor!

P.G.: Wie hier alle schon wissen, heiße ich Piotr Garncarek und ich bin Professor der Polonistik an der Universität in Warschau. Ich bin auch der Leiter im Zentrum der polnischen Sprache und Kultur für Ausländer. In meiner Lehre lenke ich die Aufmerksamkeit vor allem auf die kulturelle Herkunft und Erklärung der polnischen Sprache. Ich lehre Studenten seit über 30 Jahren, aber es gibt immer etwas, was mich bei Studenten überrascht, etwas Neues.

P.S.: Was meinen Sie damit?

P.G.: Wissen Sie, durch die sie bestimmende Kultur haben die Einheimischen (die Polen) sozusagen eine konkrete, bestimmte Denkweise. Bei Ausländern ist das anders. Im Fremdsprachenverstehen richten wir uns nach der Kultur. Und wenn jemand diese nicht kennt, versucht er durch eigene Kulturerfahrung die Sprache mitzubekommen. Und jedes Mal gibt es einen neuen Weg, eine neue Zugangsweise. Ist das nicht toll?

P.S.: Welche Auffassung vertreten Sie, wenn es um das diesjährige Kolleg geht?

P.G.: Hmm… Wie immer bin ich hier zufrieden. Ehrlich gesagt, ich mag die Arbeit mit den österreichischen Jugendlichen. Dazu würde ich das Essen auch zahlen. Die Männer machen leidenschaftlich gern nichts in der Küche, und hier bekommen wir ein „Fullservice“. Darf ich mehr vom Leben erwarten?

P.S.: Was halten sie von der großen Anzahl der Frauen während des Kollegs?

P.G.: Ich bin ein Ästhet.

P.S: Wie bitte?

P.G.: Ich freue mich immer über so viele zauberhafte Frauen.

P.S.: (lächelnd) Dann verstehe ich! Ich hab auch gehört, dass Sie ein Fan von Wiedzmin (the Witcher) sind?

P.G.: Ich bin ein Anhänger von guten Büchern. Und Wiedzmin erfüllt alle Voraussetzungen, um ein hervorragendes Buch zu sein.

P.S.: Was aber bedeutet das, dass das Buch gut ist?

P.G.: Ich könnte sagen, dass es vielleicht verschiedene Bewertungskriterien in Polonistenkreisen gibt, welche ein ausgezeichnetes Buch erfüllen sollte. Aber die meisten Leute geht das nichts an. Deshalb würde ich sagen, dass ein gutes Buch von Anfang an den Leser vereinnahmen sollte.

P.S.: Gilt das auch für die Computerspiele?

P.G.: Wie kann ich das wissen?

P.S.: Ich weiß, dass Sie schon in Wiedzmin 3 (Witcher 3: The Wild Hunt) das 26. Level erreicht haben.

P.G.: Ehhh… Dann Okay! Ja, das gilt auch für Computerspiele, die allerdings in der Regel nicht so anspruchsvoll im Empfang sind. Natürlich, Wiedzmin 3 ist das.

P.S.: Welche Ratschläge wurden Sie einem jungen Fan von Computerspielen geben?

P.G.: Identifiziere dich nicht mit dem Spielhelden. Besonders, wenn er Geralt von Rivia ist. (lächelt) Das betrifft nicht nur Computerspiele, sondern auch Bücher. Ich kenne eine Geschichte, in der…

P.S.: Brechen Sie bitte ab. Ich hab 250 Wörter Limit!

P.G.: Schade!

P.S.: Vielen Dank fürs Interview und viel Erfolg mit künftigen Studenten! Auf Wiedersehen!

P.G.: Danke. Ciao!

Der Autor: Piotr Szczepanik

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